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Alles, was unmännlich ist

# 37 Motorroller

Motorroller, Mofa und Vespa  für Männer, Vespa-Fahrer sind unmännlichMännlichkeit wird gerne mit Kraft und Leistung verbunden. Zwei Attribute, die der Mann auch durch seinen fahrbaren Untersatz vermitteln kann. „Der coole Typ auf seiner Maschine“, kommt nicht von ungefähr. Wer auf einem großen, laut donnernden Motorrad thront, wirkt immer maskulin.

Wie auch der Kerl in einem kraftvollen Wagen, den er behände lenkt. Und selbst ein Fahrradfahrer beweist Leistung, wenn er rasanten Tempos in die Pedale tritt. Wer allerdings einen Motorroller fährt, bei dem bleiben die männlichen Attribute auf der Strecke und die unmännlichen Argumente überwiegen.

Motorroller sind motorisierte Zweiräder. Sie gelten als praktisches Gefährt im Stadtverkehr und werden im Allgemeinen von Personen genutzt, denen ein großes, leistungsstarkes Motorrad zu gefährlich ist, die sich aus Kostengründen oder der Umwelt zuliebe kein Auto zulegen möchten, aber zu kraftlos sind, ihre Wege per Fahrrad zurückzulegen.

Damit nicht genug der Argumente, die für einen Motorroller sprechen, jedoch nicht für einen Mann. Wer auf einem Roller mit vorgeschriebenem Schutzhelm und den rund 30km/h daher gerattert kommt, weiß auch die weiteren Vorteile seines motorisierten Fortbewegungsmittels zu schätzen:

•    Der klassische Roller ist mit einem praktischen Automatikgetriebe ausgestattet und ist somit ideal für Männer, die des Schaltens und Kuppelns nicht mächtig sind.

•    Während der Männliche sein großes Auto geschickt in Parklücken manövriert, kann er sein Zweirad so gut wie überall problemlos abstellen. Es fällt somit nicht auf, dass er nicht einparken kann.

•    Im Gegensatz zum Motorrad oder Fahrrad ist der typische Roller auch mit einem Helm- oder Handschuhfach ausgestattet. In diesem kann er perfekt sein Portemonnaie, Handtäschchen oder Schminkzeug aufbewahren.

•    Darüber hinaus muss er sich nicht mühevoll auf sein Zweirad schwingen. Nein, auf den Roller kann er sich ganz einfach platzieren, da die Sitzbank nach vorne offen ist. Er kann auch bequem mit Rock fahren.

Statt maskulin, mit geöffneter Beinstellung auf einem echten Motorrad thronend und lässig über die PS-starke Maschine gebeugt, kommt er auf seinem Roller adrett kerzengerade sitzend, mit seinen Beinchen brav nebeneinander platziert, daher.

Statt seiner Männlichkeit mit einem tief donnerndem Motorensound Ausdruck zu verleihen, kündigt der Motorroller-Fahrer mit seinem hell, wie eine lästige Fliege summenden Gefährt schon von weitem an: „Achtung! Hier tuckert ein furchtsamer, sparsamer, unsportlicher, behelmter Unmännlicher mit seinen 30Sachen heran.“

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# 36 Weißer Spargel

Weißer Spargel essen, Spargelzeit, Spargelsaison, Spargelgerichte und Spargel kochen für Männer ist unmännlichDer Mann steht für schwere Kost und große Portionen. „Er muss essen, damit er groß und stark wird,“ das wird einem schon in der Kindheit mitgegeben. Ein echter Kerl verschlingt somit Fleisch und deftige Speisen. Schließlich muss er bei Kräften bleiben. Ob gut gewürzt oder scharf, der maskuline Gaumen braucht auch starken Geschmack.

Wer männlich ist, der hat also was auf dem Teller. Der Unmännliche hingegen genügt sich mit kleinen Häppchen und bevorzugt ein leichtes Gemüsegericht. Er ist daher von April bis Juni besonders gut zu erkennen.

Von April bis Juni hat der weiße Spargel Saison und jeder, der eine Küche hat, lädt auf einmal aufgeregt zum Spargelessen ein. Jedes Restaurant bietet ‚Spargelwochen‘ an, und wirft man einen Blick in solch Gastraum oder –garten, hat man den direkten Vergleich: Auf der einen Seite ein Kerl, der ein Steak mit allem Drum und Dran verzehrt oder wie ein Mann kraftvoll in einen Mega-Burger beißt. Auf der anderen Seite ein Typ, vor nur einem feinen, frühlingshaft-leichten Gemüse-Gericht.

Dies besteht aus ein paar hübsch angerichteten Spargelstangen. In kleine Häppchen zerteilt, werden sie sorgfältig mit der Gabel zum Mund geführt. Dazu ein harmonierender Weißwein, oder zur Vollendung gar ein Gläschen Rosé. Kurz gesagt, ein Mann beim Spargelgenuss sieht schon unmännlich aus.

Er ist nicht nur einer, der gesundes Gemüse mag. Wer in der Spargelsaison gleich zum Spargelessen rennt, ist ein Mann, der sich sogar sehnlich auf Gemüse freut. In diesem Fall: Auf saisonale Stangen in unschuldigem Weiß, und dazu noch ohne starken Geschmack.

Spargel besteht schließlich zu 95% aus Wasser und wird daher meist mit diversen Saucen übergossen serviert. Und selbst mit Schinkenwürfeln drauf, einen richtigen Mann macht das nicht satt. Männliche Kräfte, die er stärken muss, hat der Spargel-Freund demnach nicht.

Er erscheint so zart wie sein hübsches Frühlingsgericht. Statt starker Kost genügen ihm ein paar Stengel mit leichtem Aroma am Teller. Oder, er hofft, dass das Edelgemüse seiner Libido hilft. Und das spricht auch nicht für den Mann.

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# 35 Modefarbe Lila

Modefarbe Lila, lila Pullover für Herren, lila Krawatte, lila Hemd und Männer die lila Kleidung tragen sind unmännlichEin Mann sollte weder viel Zeit vor dem Spiegel verbringen noch sich viele Gedanken um seine Kleiderwahl machen. Das ist Domäne der Frau. Männlich wirkt daher der, der aussieht, als ob er sich einfach lässig etwas übergeworfen hätte. Und damit, im Idealfall, auch noch gut aussieht.

Der Typ in Jeans, der harte Kerl in Schwarz, der Coole im Military-Look oder der Geschäftsmann in dunklem Anzug. Sie repräsentieren Männlichkeit -  in klassisch gedeckten Farben. Der wahre Mann hat seinen eigenen Stil und hat es nicht nötig, jedem Trend zu folgen. Er würde auch nie lila tragen.

Die Farbe Lila leuchtet auch in diesem Frühjahr aus jeder Abteilung für Herrenbekleidung und wird immer noch als Muss für den modebewussten Mann propagiert. Ob Pullover, Pullunder, Polo-Shirt oder gar Blouson in zartem Blassviolett: Wer diese bemerkenswerte Trendfarbe trägt, ist jemand, der sich offensichtlich viele Gedanken über seine Kleiderwahl macht.

Dieser Mann möchte modebewusst wirken, doch ist unsicher wie. Ob aus Farbenblindheit oder Mangel an eigenem Stil, er kauft das, was ihn laut Herrn Boss, Hilfiger, Peek oder Cloppenburg trendy macht. Er ist kein Mann, der eigenständig entscheidet. Nein, er lässt sich von anderen leiten und folgt lieber dem Trend.

„Lila – das neue Rosa der Herrenmode“ heißt es. Wer männlich wirken möchte, sollte dies bereits ein Hinweis sein. Manche Hersteller nennen es Violett, Lavender, Flieder, Veilchen oder Dahlia. Statt in starkem Schwarz, männlichem Blau oder robustem Khaki kommt der Lila-Träger also in der Farbe eines Wiesenblümchens oder einer beliebten Balkonpflanze daher.

Laut Farbpsychologie wird Lila etwas Mystisches und charmant Märchenhaftes zugesprochen. Wer allerdings meint, dass ihn ein violetter Pullover zum Traumprinz macht, schlägt fehl. Es sind mehr die zarten Elfen und verwunschenen Prinzessinnen, die man mit dem Farbton assoziiert.

Zudem sei gesagt: Lila ist nicht nur mit Pink verwandt, sondern auch seit der Frauenbewegung der 70er Jahre als Farbe der unbefriedigten Frauen bekannt.

Ein wahrer Mann würde daher nie diese Modefarbe tragen. Nur der Unmännliche hüllt sich wie eine Fee in Veilchen und glaubt, er sähe darin maskulin trendy aus.

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# 34 Yoga

Yoga für Männer oder Pilates für Männer ist unmännlichEin Mann sollte sich durchsetzen können, Druck standhalten und Stress-resistent sein.  Kampfgeist  zeichnet ihn aus. Ob beruflich oder privat: Ein echter harter Kerl will gewinnen, und ist nicht jemand, der den Ausgleich sucht. Vor allem beim Sport.

Als maskuline Sportarten gelten auch die, bei denen man Muskelkraft benötigt, Können beweist oder mit Geschwindigkeit beeindruckt. Männlich ist daher der Eishockey-Spieler oder Handballer, Rennfahrer oder Sprinter. Und nicht der, der sich auf einer Matte in Turnübungen versucht.

Beim Yoga liegt man auf einer Matte auf dem Fußboden und macht körperliche Übungen. Es geht nicht um Muskelkraft, Gewinnen und Geschwindigkeit. Dies ist ein Grund, warum hierzulande 80% der Yoga-Kursbesucher weiblich sind. Wer zum Yoga geht ist also ein Mann, der inmitten von Frauen Beckenbodengym- nastik betreibt.

Statt sich warm zu laufen oder gleich sportlich zu betätigen, beginnt der Yogi mit Atemübungen zur Entspannung und gemeinsam mit den Frauen das Mantra ‚Om‘ zu singen. Während seine männlichen Kollegen sich mit Muskeln, Können oder Tempo bekämpfen, liegt er auf seiner Bambus-Matte, hebt das Steißbein in die Höhe oder versucht die Beine in die Luft zu strecken. Anstatt sich männlich beim Fußball, Handball oder Kick-Boxen zu verausgaben, verrenkt er sich wie ein ‚Frosch‘, macht den ‚Hund‘ und die ‚Katze‘. Und zuguterletzt auch noch den ‚Sonnengruß‘.

Der Grund dafür? Yoga dient der physischen und psychischen Gesundheit. Wer zum Yoga geht, will nicht gewinnen, sondern etwas für sein Wohlbefinden tun. Es geht darum Geist und Körper in Einklang zu bringen, Energien zu aktivieren, den Weg zur inneren Ruhe zu finden und sich tiefer zu begegnen. Ein echter Kerl steigt hier bereits aus. Nicht so der Yoga-Jünger. Der sucht den harmonischen Ausgleich und braucht sein Yoga zur Entspannung, um die Herausforderungen des Lebens bewältigen zu können. Der Alltag ist ihm einfach zu stressig. Vermutlich leidet er auch unter Burnout-Syndrom.

Ein harter Kerl würde sich daher nie auf die Matte legen. Das macht in unserer Kultur nur die verweichlicht-labile, unmännliche Fraktion. Wer davon noch immer nicht überzeugt ist? Eine körperliche Betätigung, die gut für Schwangere ist und von der Krankenkasse abgesetzt werden kann, ist nichts für einen Mann. Und selbst wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Yoga betreibt – die schmieren sich morgens auch Nutella aufs Brot.

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# 33 Babysprache

Babysprache für Männer und Frauen reden ist unmännlich und peinlichEin Mann zeichnet sich durch eine dunkle Stimme und einem, seinem Alter entsprechenden Sprachstil aus. Männliche Souveränität vermittelt darüber hinaus der, der stets gut und gewählt mit Worten umgeht. Wer einwandfrei artikuliert, verschafft sich Respekt. Ein ausgedehnter Wortschatz zeugt von Intelligenz. Und eine schön tiefe Tonlage verleiht dem Mann besondere Attraktivität.

Die Babysprache ist eine Art des Redens, die vor allem gegenüber Säuglingen und Kleinkindern verwendet wird. Ihre Charakteristika sind der Gebrauch von kindlichen Vokabeln und Verniedlichungsformen, ständige Wortwiederholungen und unvollständige Sätze, eine Überbetonung von Silben sowie das Sprechen von sich in der dritten Person. Und das Alles in einer hohen Tonlage.

Ein typischer Ausruf eines Mannes, der Babysprache verwendet, wäre z.B. „Schatzilein, komm zu Papa! Der hat dich sooooo liiiieeeeb!!!“. Oder etwa, wenn er auf einen Hund bei der Nahrungsaufnahme hinweisen möchte: „Uiii, schau! Da, ein wauwau! Jaaa, Hundi tut ham ham machen. Mamfpi mampfi“. Und das in hoher Tonlage.

Warum dies unmännlich ist, bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Dennoch:

1.    Es zeigt von sprachlichem Unvermögen. Während der Männliche mit gewähltem Deutsch beeindruckt, vermittelt dieser, dass er nicht einmal einen normalen Satz in seiner eigenen Muttersprache herausbringen kann. Sein Wortschatz geht über den eines Kleinkindes nicht hinaus, folglich auch sein Intelligenzquotient. Dementsprechend ist auch der Respekt vor ihm, gleich null.

2.    Die hohe Tonlage: Diese verleiht ihm nur besondere Unattraktivität.

3.    Mit der Babysprache geht auch eine übertriebene Mimik und Gestik einher. Der Mann zieht seine Mundwinkel bis zur Entstellung hoch, reißt die Augen weit auf oder beginnt plötzlich heftig zu deuten. Was im Allgemeinen auf einen ungesunden Geisteszustand schließen lässt.

Ein wahrer Mann drückt Männlichkeit durch seinen Sprachstil aus. Redet er mit einem Kleinkind wie ein Kleinkind, wird er auch zum Kleinkind. Er mutiert vom Mann zum Teletubbie.

Verwendet er die Babysprache gegenüber eines Haustiers, darf nicht nur an seiner Männlichkeit gezweifelt werden. Richtet er sie gar an eine andere erwachsene Person, z.B. „Hasilein, komm zu Papa, ins Bettili!“, bewirkt dies nicht nur den gegenteiligen Effekt, sondern bedarf dringender psychologischer Hilfe.

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# 32 Den Bus nehmen

Den Bus nehmen, Autobus fahren ist unmännlichFür manche Frauen ist es männlich, wenn der Herr ein Statussymbol – ein schickes Auto – hat und sich rasant voran bewegt. Manche beeindruckt der Mann mit einem hohen Grad an Sportlichkeit. Für andere liegt Männlichkeit im gesellschaftlichen Bereich. Attraktiv ist für sie der, der viele Freunde hat und sich auch im Berufsleben großer Beliebtheit erfreut.

Der Männliche ist jedenfalls immer im Mittelpunkt des Geschehens. Er bewegt sich nicht im Abseits. Er nimmt auch nicht den Bus.

Ein Bus ist ein öffentliches Nahverkehrsmittel, das Personen von A nach B bringt. Omni- oder Autobusse werden von Städten und Gemeinden auf Strecken eingesetzt, auf denen es aus mangelnder Infrastruktur keine U-Bahn- oder Straßenbahnlinien gibt. Da ein Bus alle paar hundert Meter anhält, ist es keine rasante Art der Fortbewegung, und wird hauptsächlich von Personen genutzt, die keine eigene Fahrmöglichkeit haben.

Ein Mann, der den Bus nimmt, besitzt also kein männliches Statussymbol – Auto-, noch sonstigen motorisierten Untersatz. Er könnte den Weg selbstverständlich mit dem Fahrrad zurücklegen oder zu Fuß gehen. Schließlich handelt es sich nicht um Fernstrecken, sondern den Nahverkehr. Aber, nein, er sitzt im Linienbus, mit Vorliebe am Fensterplatz, und zeigt damit seinen hohen Grad an Unsportlichkeit.

Meist fährt er per Bus allein zur Arbeit oder von Freunden nach Hause. Er hat augenscheinlich niemand, der ihn im Auto mitnehmen kann. Dies deutet auf einen Charakter, der sich keiner großen, gesellschaftlichen Beliebtheit erfreut.

Im Gegensatz zum Männlichen befindet er sich auch nicht zentral im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Busfahrer bewegt sich im Abseits. Denn er ist dort oder möchte dorthin, wo nichts los ist, wo nicht einmal U-Bahnen und Straßenbahnen hingehen.

Er beeindruckt also weder mit Auto, Tempo, einem ausgeprägten Sozialleben noch Sportlichkeit. Wer wie ein Schulkind mit dem Bus fährt, vermittelt nur „Unmännlichkeit“.

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Gekreuzte Beine oder mit übereinander geschlagenen Beinen sitzen ist unmännlichWer männlich ist, ist stets stolz darauf, was er zu bieten hat. Besonders das, was ihn als Mann ausmacht, möchte er zeigen. Gerne auch unbedeckt. Ob groß oder kleiner geraten, sein maskulines Aushängeschild würde ein echter Kerl niemals verstecken.

Man denke an das ur-männliche Ideal, den Cowboy – heutzutage ‚Marlboro-Mann‘. Mit aufrechter Körperhaltung steht er groß und selbstsicher da, vor Manneskraft strotzend mit weit gespreizten Beinen. Was er hat, präsentiert er. Er sitzt auch breitbeinig da.

Der Mann, der mit eng übereinander geschlagenen Beinen dasitzt, verbirgt hingegen seine männlichen Attribute. Er ist nicht stolz darauf, was er zu bieten hat. Er möchte sie verstecken.

Während sich der Ur-Männliche, in cooler Cowboy-Manier, mit gespreizten Beinen auf dem Stuhl breit macht, dadurch noch größer wirkt und mächtig seinen Platzanspruch behauptet. Sitzt er da, wie ein genierliches Fräulein mit Mini-Rock. Und macht sich damit unnötig klein.

Zudem ist aus der Körpersprache bekannt, dass eine parallele Beinhaltung für Offenheit spricht, ein maskulin breitbeiniges Sitzen für Selbstbewusstsein, Macht und gar Potenz. Eng gekreuzte Beine, besonders gepaart mit vorgebeugtem Oberkörper, deuten hingegen auf Nervosität und Unsicherheit.

Der wahre Mann sitzt daher aufrecht, selbstsicher, mit geöffneter Beinstellung und beiden Fußsohlen fest auf dem Boden. Wer die Beine beim Sitzen übereinander schlägt, wirkt nicht männlich. Und ist wahrscheinlich auch kein Mann.

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# 30 Laktose-Intoleranz

Männer mit Laktose-Intoleranz und die laktose-intolerant sind, sind unmännlichDen Mann bekommt man bekanntlich erst zum Arzt, wenn er sich nicht mehr bewegen kann. Es ist die Frau, die auf erste Krankheitsanzeichen empfindsam reagiert  und vermehrt Arztpraxen frequentiert. Der Männliche beschäftigt sich nicht mit körperlichen Beschwerden. Hat er mal Verdauungsprobleme, so ist maximal der Kebab oder Alkoholkonsum des Vorabends daran Schuld.

Im Gegensatz zum Unmännlichen. Der ist heutzutage laktoseintolerant.

Unter Laktose-Interolanz versteht man eine Milchzuckerunverträglichkeit, die auftritt, wenn das Verdauungsenzym Laktase im Körper nur zum Teil vorhanden ist oder ganz fehlt. Verspürt der Laktose-Intolerante Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen oder Übelkeit, so sind in erster Linie Milch und Milchprodukte dran Schuld.

Im deutschsprachigen Raum sind rund 15% überzeugt, unter dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit zu leiden. Vielen – vor allem Männern – fällt es gar nicht auf, denn dafür muss man schon so einiges mit Milchzucker konsumieren. Damit beginnt es, mit dem leidigen Weg zur Unmännlichkeit.

Der Laktose-Intolerante nimmt also zunächst – untypisch für einen Mann – überdurchschnittlich viele Milchprodukte sowie Milchzucker enthaltende Lebensmittel zu sich. D.h. bei ihm handelt es sich zumeist um einen, der seinen Kaffee, statt männlich schwarz, nur mit viel Milch trinken kann. Einer, der nicht zu Salzigem tendiert, sondern lieber Süßes wie Milchreis oder Vanillepudding hat. Ein Mann, der wohl gerne an Schokolade knabbert, und sich zwischendurch eine Kindermilchschnitte oder kleinen Mager-Joghurt gönnt.

Und dann – im Gegensatz zum wahren Mann – fällt es ihm auf. Mit weiblicher Empfindsamkeit nimmt er erste Symptome wahr. Er beschäftigt sich mit den Beschwerden. Er ist ein Mann, der tatsächlich feststellt: „Oje, nach Latte Macchiato und Sahnetörtchen wird mir übel. Ich muß zum Arzt!“

Und dann – ganz in weiblicher Manier – ist er es, der die Arztpraxen frequentiert.  Denn da die Symptome unterschiedlich und die Pharma-Tests nicht eindeutig sind, und die medizinischen Meinungen auch noch auseinander gehen, muss er mit seinem Leiden mehrere Ärzte konsultieren, bis er endlich die erwünschte Diagnose bekommt.

Aus diesen drei Gründen sei gesagt: Der Männliche weiß nicht, ob er unter Laktoseintoleranz leidet. Der Unmännliche hat die Diagnose: laktoseintolerant.

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# 29 Eislaufen

Eislaufen, Schlittschuhlaufen und Schlittschuhe für Männer sind unmännlichMit festen Schritten, mutig und geradlinig, so geht ein wahrer Mann seinen Weg. Er versteht sich durchzusetzen. Im Berufsleben, und vor allem in seiner Freizeit macht er nur das, was er will.

Der echte Kerl bevorzugt Action, Sport oder etwas, dass Alkohol inkludiert. So wie er niemals in einen Liebesfilm gehen würde, kommt ihm auch nicht „Oh, lass uns Eislaufen gehen!“, in den Sinn.

Eislaufen ist eine winterliche Freizeitaktivität, bei der man auf einer  Kunsteisbahn gemächlich zu Musikuntermalung im Kreis herumfährt. Dies ist weder Action, noch Sport, noch involviert es Unmengen von Alkohol. Es ist daher ein Vergnügen für Kinder, aber nicht für den erwachsenen, kinderlosen Mann.

Der, der sich in seiner Freizeit dennoch zu all den kleinen Mädchen und pensionierten Paartänzern aufs Eis begibt, tut dies nur einer weiblichen Person zuliebe. Der Eisläufer besitzt folglich keine männliche Durchsetzungskraft. Zudem macht der Mann beim Schlittschuhlaufen stets eine unmännliche Figur, egal wie gut er es kann. Denn:

a)    Er kann es nicht gut. Dieser rattert mit starren Beinen, zittrigen Knien und ängstlich zu Boden gesenktem Blick über die Eisfläche und wird von kleinen Mädchen überholt. Oder er handelt sich an der Bande entlang. Furchtsam und ungeschickt. Das ist kein Mann.

b)    Er kann es gut. Dieser gleitet über das Eis, mit schwingenden Armen. Tänzelnd bewegt er sich im Kreis, wie eine kleine Eis-Ballerina, statt wie ein Mann festen Schrittes voran zu gehen.

c)    Er möchte allen zeigen, wie gut er es kann. Dies tut er durch ganz besonders schnelles im Kreis herumfahren, überrennen von kleinen Mädchen und abruptes Abbremsen mit Schnee-sprühenden Kufen. Damit zeigt er jedoch lediglich, dass er über die Pubertät noch nicht hinaus ist. Er ist kein Mann, sondern ein Junge, und fährt im Sommer meist BMX.

Ein echter Kerl würde daher niemals Schlittschuhlaufen gehen. Es sind nur Unmännliche, die auf dem Eislaufplatz ihre Runden drehen.

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# 28 Weihnachtsmützen

Weihnachtsmützen für Erwachsene, Weihnachtsmannmützen für Männer und Nikolaus-Mützen sind unmännlich und lächerlichEin Mann achtet auch im Winter auf ein respektables Äußeres. Deshalb hat er mit Mützen – besonders welchen mit Bommel dran -, nichts am Hut. Männlich ist der, der ernst genommen wird. Andere mit seiner Kleidung zum Schmunzeln zu bringen, ist nicht sein Ziel.

Ist der wahre Mann in Weihnachtsstimmung, hat er einen Glühwein in der Hand. Aber keine Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf.

Die Weihnachtsmannmütze ist nicht nur eine Zipfelmütze, in leuchtendem Rot mit weißem Rand, sondern hat auch noch einen großen weißen Bommel dran. Trägt sie beim Weihnachtsmann zum stattlichen Erscheinungsbild bei, so ist das beim sterblichen Normalbürger nicht der Fall. Der, der mit solch Teil herumspaziert, wirkt – statt männlich respektabel – lediglich lächerlich.

Das Ziel des Nikolausmützen-Trägers ist im Allgemeinen Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Er vermittelt jedoch nur kindliche Vorfreude auf das Fest. Er möchte männlichen Humor beweisen, doch beweist nur ein ebenso kindliches Gemüt. Er hat zweifellos ein infantiles Naturell, und für die Nicht-Weihnachtszeit bestimmt Micky-Maus-Krawatten oder Socken mit Spiderman-Motiv parat.

Männlich ist der, der sich stets wie einer kleidet. Unmännlich ist der mit Weihnachtsmannmütze. Am besten noch mit einem Glöckchen oder blinkenden Sternchen drauf, damit er seine Unmännlichkeit auch im Dunkeln vom Weitem signalisiert.

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