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Alles, was unmännlich ist

# 69 Angst vor Spinnen

Angst vor Spinnen haben ist unmännlichEin maskuliner Typ zeichnet sich durch Furchtlosigkeit aus. Er bewahrt selbst in einer brenzligen Situation einen kühlen Kopf, und kalkuliert: Besteht in der Tat Gefahr oder sieht das Tier vor mir nur unappetitlich aus?

Er nimmt erst Reißaus, wenn ihn ein wilder Stier oder Zähne fletschender Pitbull verfolgt. Wer ein echter Mann ist, ergreift eben nur vor großen und gefährlichen Lebewesen die Flucht.

Eine Spinne ist ein kleines und, in unseren Breitengraden, ungefährliches Wesen. Sie liebt die freie Natur, aber ist auch manchmal in Wohnungsecken oder auf Zimmerdecken zu finden. In der Regel ist es die schreckhafte Dame, die bei ihrem Anblick die Contenance verliert. Doch es gibt auch so manchen Kerl, der bei Erspähen eines Spinnchens aufspringt, aufkreischt, wegläuft und/oder „Schatziii, Hiiilfe! Eine Spiiiinne!“ ruft. Solch Reaktion ist nicht maskulin.

Sie verdeutlicht: Hier handelt es sich um einen Vertreter des starken Geschlechts, der Angst vor einem kleinen Tierchen hat. Dazu vor einem Tierchen, das ihm nichts zuleide tut. Und welches, darüber hinaus, auch noch Angst vor ihm hat. Nimmt ein wahrer Mann erst Reißaus, wenn ihn ein gefährliches Tier verfolgt, so rennt dieser Typ vor einem harmlosen Geschöpf davon, das zeitgleich in die entgegengesetzte Richtung rennt.

Zugegeben, die Spinne hat mehr Beine als der Mann und vielleicht auch mehr Haare als er. Doch ein Kerl beurteilt ein Tier nach ‚gefährlich/ungefährlich‘ –  und nicht nach Ästhetik. Im Gegensatz zum Spinnen-Ängstlichen: Wie eine blaublütige, zartbesaitete Dame schreckt er vor etwas zurück, nur weil es etwas unansehnlich ist.

Sich dem kleinen Wesen mit einem drei Meter langen Staubsaugerarm zu nähern zeugt auch nicht von Mut. Männlich wirkt nur derjenige, der den schwarzen Achtbeiner ohne Scheu in die Hand nehmen und vor die Tür tragen kann. Im Gegensatz zu dem ‚Helden‘, der schon vor einem kleinen, harmlosen Lebewesen beschützt werden muss.

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11 Kommentare auf “# 69 Angst vor Spinnen”

  1. Maier sagt:

    Ne ne, völlig falsch. Ein echter Held trägt das Vieh nicht vor die Tür (denn da könnte es ja wieder reinkommen) sondern zerquetscht es mit der bloßen Hand.

  2. jens sagt:

    Es gibt auch eine Menge Frauen, die keine Angst vor Spinnen haben.

  3. Lilly sagt:

    Ja, Dieser Punkt hat eindeutig noch gefehlt! Wieder gut amüsiert. Vor allem beim Bild “er rennt davon, während das Tier in die andere Richtung rennt”. Köstlich, Danke!

  4. Soffi sagt:

    Demnach müßten Tarantel-Besitzer alle männlich sein. Trotzdem ist mir lieber wenn er keine hat.

  5. Nanny3 sagt:

    Mein Freund hat keine Angst vor Spinnen und eine große Kakerlake hat auch im Nu mal entfernt; dafür hat er bei einer kleinen Maus aufgekreischt. Nobody is perfect.

  6. kai sagt:

    Spinnen sind meine liebsten Haustiere. Sie brauchen nichts zum Essen und kein Kuscheln.

  7. Fräulein Arachnophia sagt:

    Auf meinen Herzallerliebsten treffen sehr viele, hier aufgezählte Unmännlichkeiten zu, aber dieser Punkt zum Glück nicht. Solange er mein ‘Held und Retter’ vor Spinnen ist und bleibt, kann er gerne weiterhin meine Handcreme verwenden, seinen Rucksack tragen, die Würstchen am Grill verbrennen, Karamell Macchiatos trinken, und undund.

  8. Hans sagt:

    Kommt drauf an wie groß das Tier ist. Kleine Spinnen sind kein Problem aber bei denen mit den langen Beinen hol ich auch lieber den Staubsauger.

  9. Grazerin sagt:

    Lustiger Blog. Ich werde meinen Mann beim nächsten Spinnen-Aufschrei darauf hinweisen.

  10. Glücksbärchie sagt:

    Es gibt doch einfach nichts Männlicheres als einen Mann,nein einen Helden, der unter Einsatz seines Lebens eine wie am Spieß brüllende Frau vor einer Spinne rettet…Schmacht…Schwärm ;-)

  11. Achgottchn sagt:

    Mut zur Lüge Männer. Immer schön verlogen den Harten geben. Spinnen sind natürlich nicht widerlich. XD Vor Spinnen haben die wenigsten Menschen echte Angst. Die krabbligen Beine lösen in der Regel nur Ekel aus.

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